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Indianer in Nordamerika   -   Wohnungen

Das Tipi

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Tipi

 

Die Indianer, die in der Kulturregion der Plains  und  Prärien von Nordamerika  beheimatet waren, benutzten das Tipi als Wohnung.

 

Bekannte Stämme, denen dieses kegelförmige Stangenzelt als Behausung diente, waren die Apachen, Arapaho,  Blackfeet, Cheyenne, Comanchen, Crow, Kiowa und die Sioux.

 

Das Tipi bot meiste einer Familie, also ca. 5 bis 7 Personen, Platz. Größere Zelte, die für Versammlungen und Rituale benutzt wurden, konnten bis zu 50 Indianer aufnehmen.

 

Der Auf- und Abbau einer solchen Wohnung konnte schnell und ohne großen Aufwand bewältigt werden. Während man für den Aufbau max. eine Stunde benötigte, brauchte man für den Abbau ca. 15 bis 20 Min.

 

Für das Tipi wurden – meist von den Frauen - dünne Stangen (schmale Fichten-, Kiefern-, Zedernstämme)  kegelförmig aufgestellt. Der Durchmesser betrug 3 bis 7,50 m.  Die Stangen, deren Länge ca. 6 bis 8 m betrug, band man im oberen Drittel zusammen. Darüber spannte man Bisonhaut / Rinde / Schilfmatten und später auch Leinenstoff. Diese Plane wurde am Boden mit Holzpflöcken und / oder Steinen befestigt.

 

In der Mitte des Zeltes befand sich eine Mulde für die Feuerstelle, der Rest des Tipi war mit Tierfellen oder sonstigen Planen ausgelegt. Der sehr niedrige Eingang, der stets nach Osten zeigte, war mit Fellen / Planen verhängt und die Außenwände des Zeltes wiesen oft kunstvolle Verzierungen aus.

 

An der Zeltspitze befanden sich von außen zu öffnende Klappen, die als Rauchabzug dienten und im Winter wurde das Tipi mit einem Innenzelt aufgerüstet. Die Zwischenräume wurden mit Stroh gefüllt.

 

Für den Transport wurden 2 bis 3 Packpferde benötigt, wobei man die langen Stangen des Tipi an den Flanken der Pferde befestigte und deren Enden auf den Boden schleifen ließ. (Travois = Schleppbahre).

 

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by  Horst Hubl   2006

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