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Der Pueblo-Aufstand

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Der Pueblo-Aufstand war die Revolte der Pueblo-Indianer (1680 - 1692), gegen die Spanier, die in New Mexico / Nordamerika stattfand.

 

Jahrelange menschenunwürdige Unterdrückung, unvorstellbare grausame Bestrafungen und der Versuch der spanischen Missionare, die jahrhunderte alte Religion und Kultur der Pueblo-Stämme abzuschaffen und ihnen den katholischen Glauben sowie die europäischen Sitten und Gebräuche unter allen Umständen aufzuzwingen, erzeugte in den Köpfen der Indianer eine unbeschreibliche Wut auf die spanischen Eindringlinge. Dazu kamen auch noch Anklagen wegen Hexerei, öffentliche Auspeitschungen und Todesurteile für geringfügige Vergehen.

 

1647 wurden in Santa Fe vier Indianer gehängt, über 40 weitere ließ man öffentlich auspeitschen und anschließend ins Gefängnis werfen. Nach ihrer Freilassung drohte man ihnen noch härtere Strafen an, falls sie ihre religiösen Bräuche weiter ausüben würden.

 

Unter den Freigelassenen war auch Pope, ein Medizinmann und Priester aus dem San Juan-Pueblo, der spätere Führer beim Pueblo-Aufstand.

 

Dieser Mann, der schon von Anfang an gegen die Franziskaner-Mönche war, versuchte in den Nachbardörfern Gleichgesinnte zu finden um die Weißen aus dem Land zu jagen. Er schaffte etwas, was noch keinem Führer je zuvor gelang - sämtliche Pueblo-Stämme im Kampf gegen die Spanier zu vereinigen.

 

Anfang 1680 lebten ca. 2.800 spanische Siedler Santa Fe und auf den angrenzenden Farmen (Hazienda) am Oberlauf des Rio Grande.

 

Der Start für den Pueblo-Aufstand wurde für den 13. August festgelegt, aber einige Häuptlinge verrieten den Plan an den spanischen Gouverneur Otermin. Pope erfuhr von diesem Verrat und zog den Termin vor.

 

Am Morgen des 10. August 1680 erhoben sich die Pueblo-Indianer in allen Dörfern gleichzeitig. Die Missions-Kirchen wurden zerstört und niedergebrannt, die Priester umgebracht, die Haziendas (Farmen) angegriffen, die Menschen und das Vieh getötet. New Mexico glich einem Hexenkessel. Die überlebenden Siedler aus dem Umland flüchteten nach Santa Fe

 

Am 16. August erreichte der Pueblo-Aufstand seinen Höhepunkt. 2.500 Indianer stürmten die Stadt und setzten alles in Brand. Trotzdem gelang es dem Gouverneur und 100 weiteren Spaniern, am 22. August aus der Stadt zu fliehen und sich abzusetzen.

 

Im Oktober trafen sich die Überlebenden Spanier in El Paso und verließen für 12 Jahre das Land. 800 Weiße verloren während der Revolte  ihr Leben.

 

Nachdem die spanischen Eindringlinge New Mexico verlassen hatten, ernannte sich Pope, der Oberbefehlshaber beim Pueblo-Aufstand, zum Chef über alles Dörfer. Er war ein Tyrann und als er 1688 starb, waren die Stämme untereinander zerstritten, die Einheit der Verbündeten zerbrochen.

 

Im Jahr 1692 gelang es den Spaniern, New Mexixo erneut zu erobern und die Pueblo-Indianer zu unterwerfen. Aber sie versuchten diesmal nicht, die Bewohner des Landes mit brutaler Gewalt ihrer Kultur und Religion zu unterwerfen, das hatten sie aus dem Pueblo-Aufstand offensichtlich gelernt.

 

 

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by  Horst Hubl   2006

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