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Indianer in Nordamerika   -   Wohnungen

Das Plankenhaus (Nordwestküste)

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Plankenhaus

 

Indianer, die in der Kulturregion der Nordwestküste von Nordamerika  zu Hause waren, benutzten das Plankenhaus als ihre Wohnung.

 

Je nach Größe des Hauses fanden hier mehrere verwandte Familien Platz.

 

Diese Häuser waren  25 bis 30 m lang und 10 bis 12 m breit. Die größten dieser Behausungen konnten aber eine Länge von 50 bis 60 m und eine Breite von 15 bis 20 m erreichen..

 

Das rechteckig gebaute Plankenhaus besaß keine Fenster und die Giebelseite war dem Meer zugewandt.

 

Die Giebelseite war oft mit kunstvollen Schnitzereien und Malereien versehen und direkt vor dem Eingang stand oftmals ein Totempfahl.

 

Typisch war ein  zentraler Kamin in der Mitte des Hauses. Die einzige Öffnung (außer der Tür) war ein Loch im Dach, das als Rauchabzug diente.

 

Standen die Häuser direkt am Meer, wurden sie teilweise mit einer Terrasse versehen, die in den Strand hineinragte.

 

Diese Behausungen wurden, soweit sie weiter im Landesinneren standen, nur im Winter bewohnt. Im Sommer gingen die Indianer auf die Jagd oder zum Fischfang, dort dienten einfache Hütten als Wohnung.

 

Das Plankenhaus besaß Eckpfosten und Balken für die Dachkonstruktion. Der Boden, das Dach und die Wände wurden ebenfalls aus Zedernholz gefertigt.

 

Für den Bau wurden mächtige Zedern mit Steinbeilen und Keilen gefällt. Daraus wurden die Balken und Bretter (Planken) gefertigt. Die Stämme lassen sich mit Keilen leicht spalten und für die Weiterbearbeitung wurden Steinäxte und Muschelschalen verwendet. Da es noch keine Nägel gab, (erst nach dem Eintreffen der Weißen) , wurden Holzdübel, elastische Zweige und Seile benutzt.

 

Die Schlafplätze und Sitzgelegenheiten befanden sich an den Innenwänden. Jeder Familie wurde, je nach Rang, ein bestimmter Raum in dem Plankenhaus zugewiesen, wobei der ranghöchste den hinteren Teil beanspruchte und die Sklaven den vorderen Teil des Hauses wohnten.

 

Die einzelnen Räume wurden, wie beim Langhaus der Irokesen, durch Holzbretter und Matten abgeteilt.

 

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by  Horst Hubl   2006

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