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Indianer in Nordamerika   -   Religion

Peyote-Kult  (Peyotismus)

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Für die Indianer in Nordamerika hat der Peyote-Kult (Peyotismus) in deren Religion eine sehr große Bedeutung. Bei dieser Zeremonie steht der Verzehr einer Kaktusfrucht, die auch Peyoti oder Mescal genannt wird, im Mittelpunkt.

 

Diese rübenförmige Kakteenart, die in Texas und Nordmexiko vorkommt, verfügt über 44 Giftstoffe, die nach der Einnahme das Bewusstsein stark verändern kann (Farb- und Zukunftsvisionen, Halluzinationen etc.).

 

Die Indianer in Nordamerika kamen erst um das Jahr 1870 mit der Pflanze in Kontakt, die bei ihnen als heilig und heilsam gilt. Ein scheibenförmiger Teil der Peyote, die einen bitteren Geschmack besitzt,  wurde erst getrocknet und bei physischen und psychischen Leiden eingesetzt.

 

Das eigentliche Ritual, an dem nur Männer teilnehmen, findet nachts in einem Tipi statt und dauert bis zum Morgengrauen.  Unter Begleitung von Rasseln, Trommeln und religiösen Liedern wird die Peyote verzehrt.

 

Der Begründer des Kults ( Peyotismus )  war John Wilson vom Stamm der Delawaren, als er im Jahr 1890 nach dem Genuss der Frucht Visionen bekam.

 

Christliche Missionare und das BIA ( Bureau of Indian Affairs ) versuchten ab 1886 mit allen Mitteln den Peyotismus zu verbieten.  Von 1899 bis 1937 galt das Verbot für mehrere Staaten und erst 1940 wurde der Verzehr von Peyote wieder erlaubt. In mehreren Prozessen (1960 bis 1979)  gestand man den Indianern endlich das Recht zu, zur freien Ausübung ihrer Religion die Kakteenfrucht straffrei zu konsumieren.

 

Peyote fällt nicht unter das Drogengesetz und macht auch nicht süchtig

 

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by  Horst Hubl   2006

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