www.hohu.de

Indianer in Nordamerika   -   Stämme

Die Nez Perce

Home

Impressum

 

Indianer

Besiedlung

Häuptlinge

Kriege (Indianer)

Kulturen

Kulturregionen

Religion

Sprachen

Stämme

Wohnungen

 

 

Die Heimat der Nez Perce war das Plateau in Nordamerika ( Idaho, Montana, Oregon und Washington ) und sie gehörten zur Sprachgruppe der Sahaptin, die zur Penuti-Sprachfamilie gehört.

 

Die Indianer lebten in einem  Erdhaus, mit dem Erwerb von Pferden Anfang des 18. Jahrhunderts kam das Tipi dazu. Als Nahrung dienten Antilopen, Bergschafe, Bären, Büffel, Elche, Kaninchen, Rotwild und Wapiti, zudem  fingen sie Lachse und sammelten Beeren, wilde Früchte und  Wurzeln.

 

Ihre Kleidung fertigten sie aus den Häuten von Antilopen, Elch und Hirschen, ihre Decken und Umhänge aus Kaninchenfell

 

Ihre kunstvoll geflochtenen Körbe waren sehr beliebt und begehrt.

 

Ihr bekanntester Häuptling war Chief Joseph, der zu den berühmtesten Häuptlingen der Indianer in Nordamerika zählte.

 

Sie hießen früher Nee Me Poo was soviel wie durchstochene Nase bedeutet und höchstwahrscheinlich aus der Zeichensprache stammt. Französisch-kanadische Pelzhändler gaben den Nez Perce ihren heutigen Namen, da die Indianer als Nasenschmuck Anhänger und Nasenringe trugen, die hauptsächlich aus Gold, Silber, Knochen und Muscheln bestanden.

 

Zu den Weißen pflegten sie stets freundschaftliche Kontakte, im Jahre 1805 retteten sie die Lewis- und Clark-Expedition, die den Stamm besuchte, vor dem Hungertod. Mit dieser Gruppe unter der Führung von Sacagawea, einer Indianerin vom Stamm der Shoshoni, schlossen sie ewige Freundschaft zwischen den Weißen und Indianern.. .

 

Dieser Eid hielt über viele Jahrzehnte und die Nez Perce waren stolz darauf, niemals das Blut von Weißen vergossen zu haben.

 

Im Jahre 1831 kamen Missionare und viele Indianer wurden Christen.

 

An der Tagesordnung waren Auseinandersetzungen mit den Blackfeet  Diese versuchten die Nez Perce aus ihren Stammesgebiet zu vertreiben, wobei die Schwarzfuß-Indianer jeweils unterlagen. Andere Stämme hatten keine großen Auseinandersetzungen mit ihnen.

 

An den großen Indianerkriegen mit den Weißen hielten sie sich raus und 1855 traten sie einen Teil ihres Landes an die USA ab, die ihnen ein großes Reservat zusicherte. Als im Jahre 1860 Goldgräber in ihr Gebiet eindrangen und auch noch fündig wurden, strömten tausende von Weißen in die Reservation der Nez Perce.

 

1863 verlangte die amerikanische Regierung, das die Indianer 90 % ihres Gebietes aufgeben und in eine andere Reservation umsiedeln sollten. Im Laufe der Jahre wurden die Stämme wiederholt von den Weißen betrogen und 1877 überfielen einige Indianer die Weißen und am 17. Juni wurde der US-Armee eire schwere Niederlange durch die Nez Perce beigefügt.

 

Chief Joseph fürchtete Vergeltungsmaßnahmen und entschloß sich zu einem 2.200 km langen Marsch nach Kanada. Der Stamm bestand damals aus ca. 150 Kriegern, 550 Frauen, Kindern und alten Männer.

 

Die Flucht dauerte 108 Tage und in vier großen Schlachten starben  120 Indianer, darunter über 50 Frauen und Kinder. Auf Seiten der Weißen gab es 180 Tote und 150 Verletzte.

 

Ende September 1877 waren die Nez Perce noch ca. 50 km von der kanadischen Grenze entfernt als es zu entscheidenden Schlacht kam, die 5 Tage lang dauerte. Am 5.Oktober 1877 ergab sich der Stamm.

 

Einige junge Krieger konnten nach Kanada entkommen, wo sie sich Sitting Bull anschlossen.

 

Die Überlebenden kamen in die  Indianer-Reservation nach Kansas, später nach Oklahoma und erst im Jahre 1855 wurden die letzten noch lebenden Staamesangehörigen ins Lapwai-Reservat nach Idaho gebracht. Der Häuptling jedoch kam in die Colville-Resernation im Bundesstaat Washington, wo er bis zu seinem Tod (21. 09. 1904) blieb.

 

Im Jahre 1990 lebten ca. 4.400 Nez Perce in Reservaten in Idaho und Oregon.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitenanfang

zurück zur Liste der Stämme

by  Horst Hubl   2006

Inhaltsverzeichnis für alle Indianer-Seiten