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Indianer in Nordamerika   -   Kriege

Der Minnesota-Aufstand

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Der Minnesota-Aufstand begann am 18. August 1862, als Indianer der Sioux weiße Farmer töteten. Ort des Geschehens war bei Neu-Ulm / Nordamerika.

 

Das Resultat waren verschiedene Kriege, die zu den blutigsten zählten und 28 Jahre dauern sollten.

 

Unter Führung von Little Crow  und anderer Häuptlinge wie Gall, Medicine Bottle und Little Six wurden über 500 Weiße getötet. Die Revolte wurde jedoch kurze Zeit später niedergeschlagen und 600 Sioux gefangengenommen.. 300 Indianer wurden zum Tode verurteilt und 38 von Ihnen öffentlich hingerichtet.

 

Wie ist es zum Minnesota-Aufstand gekommen ?

 

Durch den Vertrag von Mendota 1851 verkauften die Santee-Sioux ( Dakota ) den größten Teil ihres Landes. Dafür sollten sie von der amerikanischen Regierung Geld für den Ankauf von Lebensmittel erhalten.  Das ging auch einige Jahre gut, aber Mitte des Jahres 1862 blieb die jährliche Zahlung aus und Missernten des Vorjahres trieben die Indianer in eine Hungersnot.

 

Im Juli desselben Jahres baten sie die Indianer-Agentur um Lebensmittel, die sie auch bekamen. Anfang August bedienten sie sich selbst mit Lebensmitteln und schworen einen unvermeidbaren Konflikt herauf. Ihre zustehende Zahlung hatten sie immer noch nicht erhalten. (amerikanischer Bürgerkrieg, Betrug durch weiße Händler etc.).

 

Der Minnesota-Aufstand begann am 18. Aug. 62 mit dem Überfall auf eine Farm, bei der 5 Weiße getötet wurden. Innerhalb von 6 Wochen starben bei verschiedenen Kämpfen ca. 500 Siedler und Soldaten, die Indianer hatten 20 Tote zu beklagen. Viele Kinder und Frauen wurden verschleppt und teilweise vergewaltigt.

 

Am 26. September 1862 ergaben sich ca. 2000 Indianer, 600 nahm man gefangen, der Minnesota-Aufstand war zu Ende.

 

In einem Schnellverfahren des Militärgerichts, das am 28. 09. 1862 begann,  wurden 303 Sioux zum Tode verurteilt. Da man die Verfahren ohne Verteidiger durchführte, griff Präsident  Abraham Lincoln ein und am 26. Dezember 1862 wurden 38 Indianer auf einem Massenschafott hingerichtet.

 

1863 wurden 1.700 Santee und auch die in diesem Gebiet lebenden 2.000 Winnebago, die mit dem eigentlichen Minnesota-Aufstand nicht das geringste zu tun hatten, in Reservate nach Dakota umgesiedelt.

 

In den Jahren 1863 / 1864 wurden verschiedene Strafexpeditionen der US-Armee gegen die Indianer durchgeführt und fast 500 Sioux dabei getötet. Die Verluste bei den Weißen lag bei 50 Soldaten.

 

Der Minnesota-Aufstand und die Folgen war für die Dakota-Sioux eine schwere Niederlage. Lebten 1862 noch ca. 7.000 Indianer in dem gleichnamigen Bundesstatt, zählte man 1866 noch knapp 400 Stammesangehörige.

 

 

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by  Horst Hubl   2006

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