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Indianer in Nordamerika   -   Kriege

Die Schlacht am Little Big Horn

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Custer

Little Big Horn

Die Schlacht am Little Big Horn, die am 25. Juni 1876 stattfand, war sicher eine der bekanntesten Kampfhandlungen in der Geschichte von Nordamerika.

 

Für die Indianer war es einer ihrer größten Siege und für die US-Armee bedeutete diese Schlacht, auch als „Custers letzte Stellung“ bekannt, eine schmerzhafte Niederlage und große Blamage.

 

 

Die gegnerischen Parteien am Little Big Horn :

 

Auf der Seite der Indianer  Sitting Bull, Crazy Horse, Gall sowie weitere Häuptlinge und ca. 2.500 Krieger der Arapaho, Cheyenne und Sioux

 

Die US-Armee unter Oberst George Armstrong Custer, der als verantwortlicher Offizier für das Washita-Massaker im Jahr 1868 bereits traurige Berühmtheit erlangte. Er befehligte ca. 660 Soldaten und 19 indianische Scouts.

 

Jedoch sollte ihm seine Überheblichkeit zum Verhängnis werden

 

Im Friedensvertrag von Fort Laramie aus dem Jahr 1868 stand u. a. drin, daß die Black Hills, die heiligen Berge, für die Weißen tabu sein sollen.  Als dort jedoch 1874 Gold gefunden wurde, versuchte die US-Regierung, die im Reservat lebenden Sioux und ihren Häuptling Red Cloud zum Kauf dieses Gebietes zu bewegen, was jedoch abgelehnt wurde. Sitting Bull, Crazy Horse und Gall lebten außerhalb der Reservation und kannten den Vertrag von Laramie sowieso nicht an.

 

Die amerikanische Regierung forderte die Indianer auf, ihre Jagdgründe in den Black Hills zu verlassen und in die Reservation zurückzukehren, natürlich ohne Erfolg und auch widerrechtlich. Sie beschloß daher im Dezember 1875, die Sioux und auch Cheyenne mit Gewalt zu vertreiben und setzte ihnen ein Ultimatum.

 

Im Frühjahr des Jahres 1876 verließen viele Indianer heimlich die Reservate und schlossen sich den Gruppen in den Black Hills und am Powder River an. Zur gleichen Zeit setzte sich die US-Armee mit einer großen Streitmacht in Marsch um die Stämme von mehreren Seiten in die Zange zu nehmen und zu vernichten.

 

Brigadegeneral George Crook, der mit seinen Leuten eine der 3 Hauptsäulen bildete, wurde am 16. Juni 1876 am Rosebud River von Cheyenne und Sioux in schwere Kämpfe verwickelt, zog sich zurück um die Verletzten zu versorgen und somit schied der südliche Angriffskeil aus.

Brigadegeneral Alfred Terry, dem auch George Armstrong Custer unterstand, wusste nichts von diesen Ereignis. Er schickte diesen mit seinen Leuten los, um die Indianer zu suchen. Custer hatte jedoch den Befehl, nicht ohne Terry anzugreifen

 

Als am Morgen des 25. Juni Custers Späher das Indianerlager ausmachten, konnte der Offizier nicht anders und griff das Dorf an. Warnungen vor der großen Übermacht ignorierte der arrogante Mann, denn den Ruhm wollte er für sich alleine.

 

Gegen 16.10 Uhr griff Major Reno, einer seiner Offiziere, das südliche Ende des Lagers an und wurde von Häuptling Gall ans andere Ufer des Flusses zurückgejagt. Hauptmann Benteen, der die zweite Abteilung führte bekam von Reno als ranghöheren Offizier den Befehl, dessen Verteidigungsstellung zu unterstützen.

 

Um 16.15 erfolgte der Angriff der 3. Abteilung unter  G. A. Custer. Die Soldaten stürmten den Hügel hinab, wurden aber von Gall und 1.500 Sioux aufgehalten, der Rückzug auf den Berg wurde ihm von Crazy Horse und über 1.000 Sioux, Cheyenne unter Two Moon und den Araoaho versperrt, die sich in der Zwischenzeit von hinten angeschlichen hatten und die Falle zuschnappen ließen. Der Kampf dauerte etwas über eine Stunde, Custer und 225 seiner Leute sind tot.

 

Bei der Schlacht am Little Big Horn starben insgesamt 281 Soldaten und ca. 40 Indianer.

 

Die Späher von Sitting Bull, dem Führer dieser Schlacht, entdecken am anderen Tag eine große Anzahl von Soldaten, die sich in Richtung Schlachtfeld bewegen. Dabei handelt es sich um die Armee von Terry, auf den Custer hätte warten sollen.

 

Die Indianer setzen das Gras in Brand und setzen sich nach Süden ab. Terrys Truppen treffen am anderen Morgen (27. Juni 76) am Little Big Horn ein.

 

Little Big Horn

Friedhof der

7. US-Kavallerie

Der Ort des Geschehens liegt ca. 90 km südöstlich der Stadt Billings / Montana entfernt.

 

1886 wurde dieser historische Platz zur Nationalen Gedenkstätte und seit dem Jahr 2003 heißt sie „ Little Big Horn Battlefield National Monument „.

 

Im Mittelpunkt liegt der Friedhof für die gefallenen US-Soldaten.

 

Für die ca. 40 getöteten Indianer errichtete man auf dem ehemaligen Schlachtfeld mehrere Denkmäler, die 2003 enthüllt wurden.

 

 

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by  Horst Hubl   2006

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