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Indianer in Nordamerika   -   Stämme

Die Irokesen-Liga

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Die Irokesen-Liga war ein Zusammenschluß, dem zuerst 5 später 6 Stämme angehören und die eine gemeinsame Sprache hatten – irokesisch

Die Indianer leben im Nordosten / nordöstliches Waldland von Nordamerika und in Kanada, als Wohnstätte dient das für sie typische Langhaus..

 

Um das Jahr 1570 gelang es Häuptling Hiawatha und dem Propheten Deganawidah die 5 Stämme der  Cayuga, Mohawk, Oneida, Onondaga, Seneca zu vereinen. Um das Jahr 1720 traten die Tuscarora diesem Bündnis, der Irokesen-Liga, bei.

 

Das jahrhunderte lange gegenseitige Abschlachten der bis dahin verfeindeten Indianer hatte damit ein Ende.

Gefangene wurden auf grausamste Weise gequält (Spießrutenlaufen, Versklavung), was auch mit dem Glauben der Irokesen zusammenhängt (Opfer für den Jagd- und Kriegsgott Areskoi. Diese Grausamkeiten mögen der Grund sein, warum die Indianer ein schlechter Ruf nachgesagt wurde..

 

Jedes Dorf der Irokesen-Liga bestand aus mehreren Clans, miteinander verwandte Familien, die in einem Langhaus wohnten. Das Kommando hatte die Clanmutter (Matriarchin).

Es gab eine genaue Arbeitsteilung. Die Frauen waren für die Landwirtschaft  (Bohnen, Kürbisse, Mais, Sonnenblumen, Wildkräuter, Wildfrüchte), Haus und Kinder zuständig, die Männer für Fischfang, Jagd, Krieg.

 

Die Männer trugen einen Lendenschurz aus Wildleder, ein Lederhemd für die kalte Jahreszeit, das aus einer Bisonhaut oder mehreren Kleintierhäuten, aus Bastfasern, die verwebt wurden oder Federn bestand. Leggins und Mokassins gehörten ebenfalls zur Kleidung des Mannes.

Der Wickelrock der Frauen bestand aus Leder, Bisonhaaren oder aus verwebten Bastfasern. Dazu kam eine Bluse und halblange Leggins.

Ihre Haare trugen die Frauen entweder offen, banden es auf dem Kopf zusammen oder flochten es zu Zöpfen.

Die Männer ließen nur eine Mittellocke, die sog. Skalplocke, von ihrer Haarpracht übrig.

 

Die Indianer der Irokesen-Liga kannten auch ein Zahlungsmittel, das Wampum hieß. Diese Wampum-Gürtel  wurden aus den Schalen von Muscheln und Meeresschnecken in röhrenartiger Form gefertigt und dann in Stränge aufgereiht.  Aus dem Muster dieser Gürtel konnte man den Wert ablesen.

 

Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1775 bis 1781 kämpften die Stämme der Cayuga, Mohawk, Onondaga und Seneca auf Seiten der Engländer. Die Oneida unterstützten die Amerikaner und die Tuscarora verhielten sich neutral. Am 3. Sept. 1783 wurde der Friedensvertrag von Versailles geschlossen, die Irrokesen  brauchte man nicht mehr und sie kehrten in ihre Heimat zurück oder nach Kanada.

 

1794 wurde die Irokesen-Liga „ Six Nations „ von den Vereinigten Staaten anerkannt. Viele Indianer hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Heimat verlassen und lebten in Kanada.

Im 19. Jahrhundert zwang man die Liga, einen großen Teil ihres Landes abzutreten. Die Völker zogen nach Oklahoma und Wisconsin, ein Teil blieb im Staat New York, hier zählte man 1990 ca. 49.000 Angehörige (Selbstzuordnung).

 

Bis heute haben die Stämme der Irokesen-Liga die amerikanische Staatsbürgerschaft abgelehnt und klagen des öfteren vor der Kommission für Menschenrechte der UNO in Genf, sehr zum Ärger von Kanada und Nordamerika.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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by  Horst Hubl   2006

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